Windpocken Impfung

Windpocken ist Infektions-Krankheit, die das Varizella-Zoster-Virus überträgt. Die Infektion tritt in der Regel bei Kindern auf. Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, hat eine lebenslange Immunität gegen Windpocken, nicht jedoch gegen das Virus.

Herpes

Das Varizella-Zoster-Virus gehört zur Gruppe der Herpesviren. Das Virus kann über Jahre im Körper verbleiben und irgendwann im Laufe der Zeit reaktiviert werden und Gürtelrose auslösen. In der Vergangenheit war Windpocken eine der üblichen Kinderkrankheiten, die ohne Komplikationen verläuft. Dies ist auch in der Regel der Fall bei der Mehrzahl der Erkrankten. Risikofaktoren sind gegeben, wenn die Erkrankte schwanger ist oder die Patienten ein geschwächtes Immunsystem haben. Während der ersten drei Schwangerschaftsmonate kann die Infektion zu einer Fehlgeburt führen. Erkrankt die werdende Mutter kurz vor dem Geburtstermin an Windpocken, kann dies zu einer schweren Erkrankung des Neugeborenen führen.

Ausschlag

Windpocken zeigen sich meist mit dem typischen Ausschlag. Dabei handelt es sich um juckende Bläschen. Die Heilung erfolgt nach etwa fünf Tagen. In Deutschland haben mehr als 95 Prozent der Bewohner bereits als Kind Windpocken gehabt.

STIKO

Die Ständige Impfkommission (STIKO) gab 2004 für die Impfung gegen Windpocken eine Empfehlung heraus. Danach sollen Kinder und Jugendliche eine Varizellen-Impfung erhalten, um nicht an Windpocken zu erkranken. Bis 2004 erkrankten jährlich in Deutschland etwa 750.000 Kinder und Jugendliche an Windpocken.

Zoster Viren

Die Varizellen-Impfung schützt vor Varizella-Zoster-Viren, die Verursacher von Windpocken sind. Die Windpocken-Impfung ist eine Lebensimpfung, dies bedeutet, der Impfstoff enthält die Erreger, allerdings in abgeschwächter Form. Die Viren, welche der Impfstoff beinhaltet, sind nicht in der Lage, Windpocken auszulösen; der Impfling erhält dieselbe Immunität gegen das Varizella-Zoster-Virus wie Personen, die Windpocken überstanden haben.

Kinderarzt

Um diese Grundimmunisierung zu erhalten, sind zwei Impfungen notwendig. Die erste Impfung erfolgt bei Kleinkindern, die zwischen elf und 14 Monate alt sind. Diese Impfung führt der Kinderarzt in der Regel mit der MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) durch. Bei der zweiten Impfung ist das Kind zwischen 15 und 23 Monate alt. Zwischen der ersten und zweiten Windpocken-Impfung muss der zeitliche Abstand mindestens sechs Wochen betragen.

Schutz

Bis heute ist jedoch nicht klar, wie lange der Impfschutz andauert. Nach Studien reichen beide Impfungen aus, um eine einfache Windpocken-Erkrankung bis zu 90 Prozent, bei einer schweren Windpocken-Infektion sogar bis zu 97 Prozent abwendbar.

Impfstoff

Wie bei allen Medikamenten und ein Impfstoff ist eines, gibt es Nebenwirkungen. Die Windpocken-Impfung verträgt die Mehrzahl der Menschen gut. Er können jedoch Schmerzen, Rötungen und Anschwellen der Einstichstelle vorkommen. Leichtes Fieber in Verbindung mit einem leichten Hautauschlag gehören ebenfalls zu den Nebenwirkungen.